Beste Beobachtungspunkte

Beobachten an der Geschiebesperre Hollenstedt

Einfliegende Gänse an der Geschiebesperre. Im Winter können hier Tausende Grau-, Bläss- und Tundrasaatgänse beobachtet werden. // Peter Jan Reus

Der Beobachtungsturm am Rand der Geschiebesperre, die zum Naturschutzgebiet "Polder I im Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden" gehört und mit diesem über den sogenannten Leineschlauch verbunden ist, bietet zweifellos die besten Beobachtungsmöglichkeiten im gesamten Gebiet. Auf Wunsch steht man erhöht, bei Schlechtwetter trocken unterm Dach und die Übersicht über das gesamte Feuchtgebiet könnte besser nicht sein.

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Den Beobachtungspunkt erreicht man am besten zu Fuß oder mit dem Rad, da Parkmöglichkeiten in der Nähe weitgehend fehlen. Idealerweise parkt man am Sportplatz in Hollenstedt und geht die ca. 300 m zu Fuß. Zur Beobachtung empfiehlt es sich, neben dem unverzichtbaren Fernglas ein Spektiv mitzubringen. Die Geschiebesperre ist ganzjährig ein lohnendes Ziel. Zur Brutzeit trifft man hier Höckerschwäne, Stock- und Schnatterenten, Grau- und Nilgänse, sowie Flussregenpfeifer, Eisvogel und Beutelmeise an. Auch können während der Brutzeit noch viele Durchzügler beobachtet werden, wie Pfeif-, Krick-, Löffel- und Spießente, außerdem Trauerseeschwalbe und Fischadler.

Zur Zeit des Wegzuges (August bis November) sind regelmäßig rastende Watvögel (Limikolen) zu sehen, vor allem Flussuferläufer, Wald- und Bruchwasserläufer, Kampfläufer, Bekassinen und gelegentlich auch Große Brachvögel. Außerdem rasten viele Entenarten hier, deren Bestimmung allerdings aufgrund des sommerlichen Schlichtkleides oft nicht ganz einfach ist. Im Spätsommer sind außerdem gelegentlich Nahrung suchende Schwarzstörche zu beobachten.

Im Herbst und besonders im Winter, wenn andere Gewässer in der Region zugefroren sind, kommen Gänse- und Zwergsäger sowie Schellenten hinzu und neben den allgegenwärtigen Grau- und Nilgänsen auch große Zahlen von Saat-, Bläss- und gelegentlich Nonnengänse. Letztere werden auch Weißwangengänse genannt.

Hinweis

Genießen Sie den Blick vom Beobachtungsturm aus auf die Geschiebesperre. Bitte verlassen Sie den Dammweg nicht und gehen Sie nicht näher ans Gewässer heran. Sie würden dadurch die Vögel stören, weshalb es entsprechend verboten ist (Detailinfomationen).  
Vernünftige Menschen beachten diese Bitten. Für alle anderen sind es rechtswirksame Verbote, deren Übertretung verfolgt wird.

Auf der Karte

  • B – Bester Beobachtungspunkt
    Immer sehr zu empfehlen.
  • b – Weiterer Beobachtungspunkt
    Nett, wenn Sie mal etwas anderes sehen möchten. :-)
  • i – Informationstafel zum Gebiet und besonderen Themen
    Hier erfahren Sie Wissenswertes und immer auch, was erlaubt ist.

Bester Überblick über Polder I und Polder II

Weit erstreckt sich das Grünland, auf dem im Winter oft Gänse äsen und zur Zugzeit Kraniche stehen. // Peter Jan Reus

Das Örtchen Sülbeck liegt am westlichen Rand des Polders und ist ein guter Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wanderung entlang des Hauptdeiches. Parkmöglichkeit gibt es im Ort, z. B. an der alten Saline. Hier wurde früher Salz gewonnen und auch heute noch fördert man in geringem Umfang Sole!

Zu Fuß erreicht man über einen unbefestigten Weg, der direkt neben dem Kulturlokal "Esel" von der Dorfstraße abzweigt, nach ca. 200 m den Hauptdamm, wo Polder I an Polder II angrenzt. Hier hat man nach rechts in Richtung Süden einen hervorragenden Blick über die ausgedehnten Grünlandflächen im Polder II. Oft sieht man Grau- und Silberreiher, Turmfalken, Mäuse- und  – im Winter – Raufußbussarde. Regelmäßig überwintern in den Poldern außerdem Kornweihen, die hier bei ihrem gaukelnden Jagdflug beobachtet werden können.

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Für den Nordteil des Polders II gilt in den Monaten Oktober/November und Februar/März ein generelles Betretungsverbot. Weitere Informationen zu den Ge- und Verboten finden Sie hier.
Vernünftige Menschen beachten diese Bitten. Für alle anderen sind es rechtswirksame Verbote, deren Übertretung verfolgt wird.

Rastende Kraniche in Polder I. // Stefan Munzinger

Wendet man sich von Sülbeck über die Brücke kommend nach links Richtung Norden, kann man hervorragend die südlichen Bereiche des Polder I einblicken. Am besten gehen Sie dazu einige hundert Meter auf der Dammkrone nach Norden bis Sie an den hier wachsenden Büschen und Bäumen vorbei in den Polder blicken können.

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Zur Rechten öffnet sich eine fast savannenartige Landschaft aus Feuchtgrünland, Gebüschreihen und Röhrichtstreifen. Hier sind im Winterhalbjahr regelmäßig Silberreiher, Grau-, Saat- und Blässgänse zu sehen, oft auch Kraniche, Kornweihen sowie Bussarde. Besondere Höhepunkt für Vogelbegeisterte ist sicherlich die Möglichkeit, hier auch Raubwürger beobachten zu können. Im Winter und vor allem Frühjahr stehen oft weite Teile Polders unter Wasser, was Gründelenten und Watvögel anlockt.

Der Weg von Sülbeck nach Norden Richtung Immensen am inneren Dammfuß, der später auf der alten Landestraße verläuft, darf ganzjährig begangen werden. Er bringt Sie von Sülbeck übrigens aus an den Beobachtungsturm Immensen.

Der Weg darf aber nicht verlassen werden und für den Polder an sich gilt ein Betretungsverbot. Detaillierte Information finden Sie hier.
Vernünftige Menschen beachten diese Bitten. Für alle anderen sind es rechtswirksame Verbote, deren Übertretung verfolgt wird.

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Einblicke in Polder I

Die erhöhte Plattform nördlich von Sülbeck bietet einen sehr guten Blick in den mittleren Bereich des Polder I. // Stefan Munzinger

Direkt nördlich der Ortschaft Sülbeck wurde Ende 2014 am Fuß des Sülbecker Berges eine weitere Beobachtungsplattform gebaut, die einen hervorragend Blick in den südlichen Teil des Polders I gewährt. Wer mit dem Rad hierher kommt, findet direkt einen guten Zugang, wo er auch sein Rad abstellen kann. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie im Ort parken und die rund 200 m per Fuß zur Beobachtungsplattform gehen.

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Dieser Beobachtungspunkt ist vor allem vom Herbst bis ins Frühjahr interessant. Zur Zugzeit können von hier aus einfliegende und fressen Kraniche und Gänse bestens beobachtet werden. Sowohl Gänse als auch Kraniche interessieren sich dabei vor allem auch für die von Wildschweinen aufgerissenen Wiesenbereiche, da sie dort ganz offensichtlich besonders leicht an die gesuchte Nahrung herankommen. Weit verstreut stehen sie dann in kleineren und größeren Gruppen über den Polder verteilt: Hunderte Kraniche und Tausende Gänse (Grau-, Bläss- und Tundrasaatgänse).

In dieser Zeit halten sich hier auch regelmäßig zahlreiche Greifvögel auf. Mäusebussarde sind die Häufigsten, aber auch Turmfalke, Merlin, Raufußbussard und Kornweihen sind regelmäßig zu beobachten. In einem Mäusejahr, wenn zahlreiche Nagetiere vorhanden sind, können es dutzende Greifvögel sein.

Zur Zeit des Frühjahrszuges sind ab März im Polder zahlreiche rastende Watvögel sowie Enten (u. a. Spieß-, Knäck-, Löffel-, Schnatterente) zu sehen. Für letztere ist allerdings zumindest ein flacher Teileinstau notwendige Voraussetzung. Besonders wenn in dieser Zeit flaches Wasser über den Wiesen steht, kann es zu "Gedränge" von rastenden Wat- und Singvögeln kommen. Große Kiebitzschwärme, rastende Bekassinen, umherfliegende Starentrupps sowie an den Wasserrändern nach Nahrung suchende Bachstelzen und Rohrammern sind dann da und begeistern Naturfreunde. Im März 2013 während eines Zugstaus aufgrund einer im Norden liegenden Kaltfront rasteten hier auch riesige Feldlerchenschwärme. Vogelgucker schätzten die Zahl auf mehrere Tausend Tiere.

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Knäkentenmann // Michael Rinas

Offenes Wasser, weite Seggenriede

Den Beobachtungsturm Immensen erreichen Sie fußläufig entweder von Sülbeck kommend von Süden (rund 2 km), oder vom Zugang gegenüber der Ortschaft Immensen von Norden her (knapp 1 km).

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Der Turm steht leicht erhöht am Dammfuß. Von hier haben Sie einen hervorragenden Blick über den Polder I, u. a. auch auf ein kleines Teichgebiet. Dort tummeln sich ganzjährig Wasservögel verschiedener Arten, darunter beispielsweise Stock-, Pfeif-, Schnatter-, Krick-, Spieß- und Reiherente, Zwergtaucher, Bläss- und Teichhühner. Mit etwas Glück kann man dort an milden Sommerabenden den Ruf des Wachtelkönigs und des Tüpfelsumpfhuhns sowie den Gesang des Blaukehlchens hören!

Ganz besonders selten und nicht in allen Jahren hier anwesend ist das Kleine Sumpfhuhn (Rote Liste "vom Aussterben bedroht"), das ausschließlich Großseggenriede und ähnlichen Vegetationsstrukturen bewohnt. Auch die drei anderen Rallenarten, die in Deutschland vorkommen, sind hier als Brutvögel vertreten: Blässhuhn, Teichhuhn und Wasserralle.

Hinweis

Von diesem Aussichtsturm aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf einen großen Teil des Polders I. Er lädt zum Verweilen und Genießen ein. Bitte verlassen Sie den Weg nicht, die Polderflächen dürfen nicht betreten werden. Sie würden dadurch die Vögel stören, weshalb es auch verboten ist (Detailinfomationen). Und nehmen Sie bitte auch ihre Abfälle wieder mit.

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Kormoransee

Kormoran // Peter Jan Reus

Der Kormoransee, umgangssprachlich auch Solesee genannt, liegt in Polder I, allerdings östlich der Leine und nicht westlich wie die Hauptbereiche dieses Polders. Sie erreichen die Flächen zum Beobachten am bestens über den kleinen Bahnübergang bei Vogelbeck-Müllerhausen (direkt an der B3). Vor und hinter der Schranke finden sich wenige unbefestigte Stellplätze für Autos.

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Auf dem Damm wenden Sie sich nach rechts und gehen Richtung Norden. Nach links erstreckt sich ein offener Wiesenbereich und danach liegt der Kormoransee mit den ihn umgebenden Baumstreifen. Auf den Wiesen sind im Winter oft größere Zahlen von Gänsen und manchmal auch überwinternde Stare und Misteldrosseln zu beobachten. Am See befindet sich der wichtigste Schlafplatz für Kormorane. In der Dämmerung fliegen hier oft weit über hundert dieser schwarzen Vögel ein. Die mit weißem Kot überzogenen Bäume zeigen die beliebtesten Schlafbäume an. Zu den Wiesen hin wurden in den vergangenen Jahren Bäume entfernt, sodass man vom Damm gut den See einblicken kann.

Trotz seines alten Namens "Solesee" ist das Wasser übrigens salzfrei.

Der Dammweg darf nicht verlassen werden, für den Polder an sich gilt ein Betretungsverbot. Bei Einstau darf aus Wildschutzgründen auch der Dammweg nicht begangen werden. Detaillierte Information finden Sie hier.
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Im Wasservogelreservat Northeimer Seenplatte

Der Weiße Budenweg ist die Verbindung zwischen Bundesstraße 3 und Landstraße 572, die vom Freizeitsee kommend nach Hollenstedt führt. Aus Naturschutzgründen gilt Tempo 30!

An dem kleinen Parkplatz, ungefähr in der Mitte zwischen den beiden großen Straßen, liegen zwei wirkliche "nette" Beobachtungspunkte. :-)

Kiessee "Weißer Budenweg"

Vom Parkplatz aus erreicht man die Beobachtungswand am nördlich gelegenen Kiessee "Weißer Budenweg" in nur wenigen Schritten.

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Hier sind die Beobachtungsmöglichkeiten aufgrund der Übersichtlichkeit besser als am Kormoransee, allerdings sind die Arten- und Individuenzahlen deutlich geringer als dort. Regelmäßig anzutreffen sind Reiherenten, Blässhühner und Haubentaucher. Oft kann man auch Nilgänse, Schnatter- und Tafelenten sowie Lachmöwen sehen. Im Winter ist – vor allem nach Stürmen – das Auftreten von Seetauchern oder Meeresenten nicht ungewöhnlich. Stern- und Prachttaucher sind hier schon beobachtet worden, ebenso wie Samt-, Trauer- und Eiderenten, aber in der Regel als Einzelindividuen. Im April und September sind mit etwas Glück jagende Fischadler zu sehen.

Hinweis

Benutzen Sie bitte ausschließlich den vorgegebenen Weg zur Beobachtungswand. Vernünftige Menschen betreten die anderen Flächen nicht. Detaillierte Information dazu finden Sie hier.

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Bis 2009 brüteten Kormorane am so genannten Großen Kiessee mit bis zu 50 Brutpaaren. // Stefan Munzinger

Großer Kiessee

Dieser Aussichtspunkt gestattet vom Weißen Budenweg aus einen Einblick in einen besonders interessanten Teil des NSG „Wasservogelreservat Northeimer Seenplatte“.

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Der neue, mit Kies hergerichtete Zugang bis zum See wird demnächst noch mit einer Beobachtungswand versehen, um ein störungsfreies Beobachten zu ermöglichen. Parkmöglichkeit besteht auf einem Parkplatz schräg gegenüber. Vom Aussichtspunkt aus blickt man auf den arten- und individuenreichsten Teich des Schutzgebietes. Haubentaucher, Reiherenten und Blässhühner sind hier die häufigsten Wasservogelarten, auch Silberreiher und Nilgans finden sich in meist größeren Zahlen. Im Winter sind Schellenten, Zwerg- und Gänsesäger zu beobachten, einer der markantesten Brutvögel ist der Eisvogel. Auch Beutelmeisen brüten hier, so wie auch alljährlich mehrere Nachtigallen. Auf der gegenüberliegenden Uferseite bestand bis 2009 eine Kormorankolonie mit bis zu 50 Horsten. Heute ist sie verwaist, wofür sehr wahrscheinlich Waschbären die Ursache sind, die die Nester plünderten. Allerdings halten sich in den Wintermonaten hier weiterhin zahlreiche Kormorane auf, wie auch die weiße Verkotung an den Bäumen zeigt.

Hinweis

Der Aussichtspunkt befindet sich unmittelbar an der Wasserlinie. Bitte verhalten Sie sich ruhig und lassen Ihren Hund angeleint, damit die Vögel nicht unnötig gestört werden. Detaillierte Information dazu finden Sie hier.

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